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Im März 2012 gelang es mir mein Pärchen Corallus batesii erfolgreich zu verpaaren.
Im April zeigte sich das Weibchen mit einer sehr ausgeprägten Ovulation. Normaler weise dauert die Ovulation etwa 4 bis 6 Tage.Bei meinem adulten Weibchen das noch nie trächtig war, zog sich die Schwellung über nahezu 2 Wochen, was mich etwas beunruhigte.
 
Im Laufe zweier Monate der Trächtigkeit konnte ich Unbehagen des Weibchens feststellen. Sie änderte ständig ihre Liegeposition und streifte oft suchend im Terrarium umher.
Alle Parameter für Temperatur und Feuchtigkeit waren bestens eingestellt, tags 27°C - 30,5°C, nachts Absenkung um etwa 1°C , Luftfeuchtigkeit 65 bis 90 %. Tja und eines Tages als ich ins Terrarium schaute hing das Tier tod über ihren Liegeast. Was war nur geschehen?
 
Eine Obduktion sollte etwas Klarheit bringen.
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100_4532-large.jpgDr. Markus Baur von der Reptilien-Auffangstation in München, dem ich in Freundschaft und
Dankbarkeit verbunden bin nahm mit meiner Assistenz die Obduktion tags darauf vor. In der Gebärmutter fanden wir 14 sehr große Wachseier und einen für die Trächtigkeitszeit weit unterentwickelten Embryo. Sämtliche Rippen des Weibchen schienen gebrochen gewesen zu sein! Jede einzelne Rippe war mit einem Kallus versehen und wieder stabil verwachsen! Augenscheinlich waren alle Organe in besten Zustand, dennoch wurden Gewebeproben entnommen.
 
Markus und Ich standen uns mit vielen Fragezeichen in den Augen gegenüber und kamen zur Erkenntnis, dass nur eine doppelt verlaufende Ovulation Schuld sein konnte. Die Tatsache, dass das Weibchen extrem lange und extrem dick war, beließ uns in diesem Gedanken.
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Die untersuchten Gewebeproben waren allesamt ohne Befund.... Ein herber Verlust dieses sehr schönen Tieres...
 
Fazit: Lebewesen sterben nun einfach mal, auch bei noch so guter Pflege.

 

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